Neue Schulkleidung


Am 24. Januar 2009 erschien auf Seite 7 der folgende Artikel in der Allgemeinen Zeitung:

Gezwungen wird niemand

Suderburger Schüler tragen einheitliche T-Shirts, Polos und Kapuzensweats mit neuem Logo



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Von Jürgen Köhler-Götze
Suderburg. Ganz so streng wie in einem englischen Internat geht es an der Hardautalschule nicht zu. „Selbstverständlich ist das Tragen der Schulkleidung freiwillig. Wir zwingen niemanden“, sagt Schulleiterin Bettina Trumpa. Ganz offensichtlich muss aber auch niemand gezwungen werden, die Sachen anzuziehen. Ein guter Teil der Schüler trägt sie, und auch im Lehrerzimmer haben die T-Shirts, Polos, Kapuzensweats und Kapuzensweat-Jacken mit dem neuen Logo der Schule Einzug gehalten. Aber auch dort herrscht kein Zwang. Wenn ein Lehrer nicht von gedecktem Anzug oder rustikalem Holzfällerhemd lassen möchte – bitte schön. Die Vorteile liegen aus der Sicht von Schulleitung und Lehrerkollegium auf der Hand: Markenkleidung definiert sich über den Preis. Mit den neuen Schulklamotten aber fällt die Markenorientierung flach und stattdessen rücken Persönlichkeit und Sozialkompetenz stärker in den Vordergrund. Billiger ist es für Eltern und Schüler allemal und der Stress am Morgen vor dem Kleiderschrank, was man denn heute anziehen soll, entfällt ebenfalls. Teamgeist und Schulverbundenheit sollen gefördert werden. Schließlich treten auch Weltmeister in einem Teamoutfit an. Und wenn ein Anlass für Hänseleien unter Schülern wegfällt, einfach weil ein großer Teil der Schüler und Lehrer das Gleiche anhat, dann wird sich darüber auch niemand ernsthaft beschweren können. So weit, dass wirklich alle exakt das Gleiche anhaben, wollte man es in Suderburg denn doch nicht treiben. Die Kleidungsstücke gibt es in verschiedenen Farben. Alle aber tragen das gleiche Logo der Schule, das im Kunstunterricht entwickelt wurde. „Irgendwann waren wir an einem Punkt, wo wir alle Entwürfe noch einmal über Bord geworfen und ganz neu angefangen haben“, erinnert sich Annerose Grau, Schülerin der 10. Klasse, deren Entwurf schließlich den ersten Preis gemacht hat. Das Logo zeigt die stilisierte Hardau, aber ursprünglich sollte auch noch ein Baum das Logo zieren, weil die Hardautalschule doch eine Umweltschule ist und weil sie noch wachsen möchte. „Der Entwurf mit dem Baum wurde aber abgelehnt“, erzählt Gwen Gehlken, die auch an der Entwicklung des Logos beteiligt war. „Die hängenden Äste waren der Schulleitung wohl zu traurig.“ Den Gewinner-Entwurf mit drei Pflanzen in der Mitte hat die Schulleitung denn auch gleich zum offiziellen Logo der Schule gemacht, das jetzt auch den schulischen Briefkopf schmückt. Einen lukrativen Designervertrag gab es für Grau und Gehlken dafür zwar nicht, aber immerhin Schulkleidung gratis und einen kräftigen Applaus von Mitschülern und Lehrern.

Bilder:


Alle tragen das gleiche Logo der Schule
Alle tragen das gleiche Logo der Schule

Annerose Grau mit dem preisgekrönten Entwurf

Annerose Grau mit dem preisgekrönten Entwurf

Die gesamte Gruppe

Die gesamte Gruppe

Alle Fotos von Jürgen Köhler Götze

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